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teneriffa fünf

wann es denn nun losgehen würde mit dem workshop erfuhr ich erst am donnerstag abend…am freitag früh um 7 uhr sollte es mit yoga losgehen. ich stellte also den wecker und weckte dann reisemädchen und wir fanden unseren weg durch das hotel in den untersten stock, wo es einen seminarraum gab. wir waren etwas spät dran und die assistentin sagte wir könnten auch gemeinsam mit rein, nur müsste es mal losgehen.

reisemädchen und ich gingen zu einer yogamatte und ich versuchte so gut es ging mitzumachen. im programm hatte gestanden, dass 15 minuten yoga seien. aber es war dann viel länger. ich hatte aber auch reisemädchen gesagt, es seien nur 15 minuten und das sei nicht sehr lange. und dann dauerte es und vor allem gab es so lange eine stille meditation im liegen. nicht wirklich etwas für reisemädchen. da ich immer noch an die 15 minuten glaubte und dachte es würde nur ein bißchen überzogen, hielt ich reisemädchen hin und war eigentlich voll angespannt, zwischen mein kind mit „pscht“ und ähnlichem zur ruhe anhalten, zu versuchen yoga mitzumachen und bei mir zu bleiben, und innerer unruhe wie lange es denn noch gehen würde. dabei fühlte ich mich nicht direkt als gute mutter sondern hatte eher ein schlechtes gewissen meiner tochter zu sagen sie solle bitte ruhig sein. alles in allem eher ein stress“moment“ für uns beide. bis heute habe ich manchmal ein schlechtes gewissen, weil ich ungeduldig war und einfach ruhe gefordert habe.

nach dem yoga gab es dann direkt am meer die ausrichtung. dort war es sehr schön und es gab raum zum bewegen für reisemädchen. es hatte aber auch direkt wieder mit ruhig sein zu tun. allerdings wirklich nur ca. 10 minuten. danach war erstmal pause und wir gingen in unser zimmer und aßen frühstück.

ich dachte mir dann, ich gehe einfach nochmal mit ihr runter und wir versuchen es zusammen. ich hatte den workshop bezahlt und ich wollte es wenigstens versuchen mit meiner tochter zusammen. im vorlauf hatte ich lange versucht jemanden zu finden der mit reist und dann eben mit ihr an den strand geht. oder jemanden vor ort zu finden. das ganze eben ohne dass ich dafür geld hätte bezahlen können. aber auch unabhängig davon fand sich niemand vorher.

also gingen wir zusammen hin und dann ging es den ganzen tag super gut. es war ein tolles erlebnis.

reisemädchen malte ganz viel. allerdings gab es erstmal nur wenig papier und einen kugelschreiber. sie malte und malte. für jede teilnehmerin ein bild zum beispiel. wir großen redeten und hörten die workshopleiterin und es war sowieso nicht alles so sehr ruhig und so passte es auch ab und an mit reisemädchen zu flüstern.

nach der mittagspause kam eine der seminarteilnehmerinnen mit magischen stiften wieder. manche von ihnen ändern ihre farbe wenn man mit einer art löschstift darüber malt und andere farben verschwinden dann wieder. damit durfte auch reisemädchen malen und wir hatten viel papier und sie hatte großen spaß daran. bis zum nachmittag war sie beschäftigt oder sogar bis abends.

das war eine wendung gewesen wie ich sie nicht hätte planen können und ich war und bin sehr dankbar über diese wendung. wir hatten also einen wunderbaren, gemeinsamen workshoptag.​​

da ich am nächsten tag nicht direkt fit war, sind wir morgens nicht zum yoga gegangen. ich hatte auch das gefühl, das wäre zuviel für reisemädchen. so lange, so viel ruhig sein und für mich dann im grunde auch nur stress. wenn ich das gefühl habe wir stören vielleicht, reisemädchen gefühlt ständig zur ruhe anzuhalten usw. da kann ich mich einfach auch nicht wirklich ins yoga machen vertiefen. am abend zuvor, hatten wir, obwohl alle total müde, mit einer anderen familie getroffen. die frau machte beim workshop mit und ihr mann und ihre tochter waren auch mit im hotel und er sagte, reisemädchen könnte den nächsten vormittag bei ihnen sein. denn am nachmittag war ein gemeinsamer ausflug aller workshopteilnehmerinnen und ihrer familien geplant. alle waren mit familie angereist.

reisemädchen spielte also mit dem anderen mädchen, beide ungefähr gleich jung, und erinnert sich bis heute sehr gerne an sie. und ich war im workshop. am nachmittag fuhren wir alle ein stück mit den autos, die die anderen gemietet hatten und wanderten bei sehr, sehr viel wind auf den la montaña roja.

der rote berg. als wir dort ankamen und einige echt flott losliefen, überlegte ich, was wir nun tun würden. nach 100 wurde das andere mädchen in reisemädchens alter getragen. die älteren kinder waren schon 8 jahre und älter. die rannten den berg quais hoch. das jüngere kind wurde sowieso getragen und wir hatten eben niemanden der reisemädchen hätte tragen können.

letztenendes aber sind reisemädchen und ich den berg hochgewandert. rote erde, wie sandige, steile wege. also etwas rutschig oft und mit bedacht zu gehen. alle anderen waren schon oben als wir ankamen. da oben pfiff der wind richtig stark und es ging in mehrere richtungen steil runter. da war wirklich, gerade auch mit dem wind, aufpassen angesagt. reisemädchen hat mit erhöhungen bis dahin ja quasi keine erfahrungen gehabt. es war wundervoll so weit und herrlich auf`s meer zu schauen. ich liebe es so sehr!

bald starteten die ersten wieder den berg runter und waren echt schnell. reisemädchen war müde und hatte eigentlich keine lust mehr. also haben wir uns zeit gelassen und sind langsamer runter gewandert. alle anderen waren sowieso noch an den strand gegangen, la montaña roja ist direkt am meer. wir gingen auch an den strand und es war schön einfach dort zu sein. rennen, mit wasser spritzen – reisemädchen war auch direkt wieder fit.

abends sollte noch eine kleine gemeinsame „party“ stattfinden. zeitlich etwas eng für uns und es folgte ein hektischer einkauf und unbedingt duschen. das war herrlich. auf der party schlief reisemädchen ziemlich schnell ein und eine der anderen frauen trug sie mir dann in unser zimmer. es war schön. alles zusammen. eine gute, schöne und freudige erfahrung.

wir haben wundervolle menschen kennengelernt und haben ein stückchen von teneriffas süden erforscht und kennengelernt. ich bin zutiefst dankbar für diese erfahrungen und das gemeinsam mit reisemädchen zu erleben. die wärme hat gut getan und diese angenehme, wohltuende ausstrahlung von teneriffa war heilsam für mich und einfach eben wohlig.

wir wollten beide gerne einfach bleiben und noch alles andere von der insel kennenlernen. das war in dem moment finanziell nicht möglich und so haben wir unseren flug zurück nach deutschland nach einer woche teneriffa angetreten.

danke teneriffa für deine innere und äußere schönheit!!!!!!!

danke reisemama, dass du diese reise gemacht hast, organisiert hast und dir erlaubt und zugetraut hast!!!!!!!

danke reisemädchen, dass du diese wundervolle reise mit mir gemacht hast und dich gerne mit mir an teneriffa erinnerst!!!!!!!

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