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teneriffa vier

die nacht in dem riesigen schönen bett war superschön. ich hatte in alle richtungen platz mich auszustrecken und das reisemädchen auch. die decke war genau richtig warm, und auch zwei mal zwei meter groß, so dass ich mich einfach darunter umdrehen konnte ohne sie wieder zurecht ziehen zu müssen. ich habe es sehr genossen in diesem bett, unter dieser decke in diesem klima zu schlafen. so wundervoll.


am zweiten tag hatten wir lust auf einen ausflug. ich versuchte mit google, landkarten und heften mit naturtipps für teneriffa herauszufinden, was für uns sinn machen würde. zeitlich und von der art her.
zum vulkan, dem teide, und zurück war es zu weit, dafür waren wir zu spät dran und reisemädchen läuft manchmal auch nicht so weit.
es gibt auf teneriffa zum beispiel auch einen park mit orcas und anderen tieren, den mir eine freundin empfahl. als ich mir aber einen flyer davon durchlas gruselte es mich nur. ich halte nichts davon wale und delfine in pools/aquarien zu halten und sie shows vorführen zu lassen.

wir wollten gerne irgendwohin, wo es nicht so touristisch sein würde und wir ans meer kommen würden. ich hatte schon öfter von el medano gehört, einem kleinen küstenort mit surferflair. da es von uns aus mit dem bus recht nah aussah, beschlossen wir dorthin zu fahren.

es war heiß! so heiß! was ich dann später erfuhr, es war gerade „kalima“, das heißt, es kommt wind von afrika der heiß ist und auch sand mit sich trägt. deswegen war der himmel so ähnlich wie bedeckt. die temperatur ist bei kalima dann so um 4 bis 8 grad erhöht, wurde mir erklärt.
wir gingen zur bushaltestelle, fuhren mit einem bus los, merkten dass wir umsteigen mussten und stiegen wieder aus. da kannte ich den „trick“ mit google maps noch nicht.
der „trick“ ist es, google maps zu nutzen um sich eine busverbindung rauszusuchen, da alles andere nicht richtig aktuell sein kann. google maps zeigt einem dann klar die verbindung an und kümmert sich auch um den namen der bushaltestellen. 😉
das wusste ich da noch nicht und wir irrten ein bißchen umher um die richtige stelle zu finden wo der nächste bus fahren würde. es war an einer straßenecke ohne schild oder bushaltestelle und deswegen hatte ich es nicht erkannt. nun wussten wir aber immer noch nicht, wann unser bus fahren würde, denn dort stand eben nirgends eine information dazu und alle die ich fragte sagten nur, der würde schon kommen. einfach warten.

also warteten wir, ziemlich lange. es kamen einige busse, aber unserer erst nach circa einer halben stunde. dann aber ging es weiter und wir genossen die fahrt und schauten gemeinsam aus dem fenster, begeistert neues zu entdecken. oft war das meer zu sehen und das schenkt mir immer ein wundervolles gefühl und ich war so dankbar, dass wir das erlebten.
in el medano selbst blieben wir bis zur endhaltestelle im bus, die ist direkt neben einem kleinen strand bzw. gleich neben dem wasser.

daneben ging eine art fußgängerzone los und wir liefen hindurch und entdeckten den stadtstrand. schwarzer sand, eine kleine bucht, in der ferne kiter und windsurfer und wir wollten ins wasser.

la montaña roja – der rote berg

ich wusste nicht so richtig wohin mit unseren sachen. war es sicher sie einfach am strand zu lassen? da saß ein pärchen in der nähe. also fragte ich sie, ob sie einen blick auf unsere sachen haben können. das ging. reisemädchen und ich gingen ins meer und genossen es. mitten im februar im meer sein, das ist schon irgendwie verrückt wenn man aus norddeutschland kommt, finde ich.

und schön! wir genossen es in den wellen zu spielen. dann spielten wir am strand zum ersten mal mit schwarzem sand, der sehr an uns klebte.
da ich oft leicht sonnenbrand bekomme, blieben wir jedoch nicht so lange am strand.

ich wollte gerne einen kaffee trinken. noch vom strand aus sah ich einen spielplatz, er ist direkt „hinter“ dem strand. da dachte ich mir, es wäre doch perfekt dort in der nähe einen kaffee trinken zu können. dann könnte reisemädchen auf den spielplatz gehen und ich einfach mal dasitzen und meinen kaffee genießen. es gab ein cafe direkt am rand vom spielplatz. das war perfekt. und die atmosphäre war so, dass reisemädchen alleine auf den spielplatz lief und gleich zwei deutschsprechende freundinnen, zwei schwestern, fand.

die drei mädchen kamen angerannt und sagten, dass sie sooooo gerne zusammen eis essen gehen würden. ich verstand dann, dass die beiden schwestern sowieso vom vater ein eis in aussicht gestellt bekommen hatten und das gerne mit uns zusammen machen wollten.
ich sagte, dass es für mich okay sei und wo denn ihr vater sei. er saß zufällig am tisch neben mir. für ihn war es auch okay und für alle anderen auch, auf mich zu warten, denn ich hatte noch meinen kaffee. das heißt, die mädels flitzten wieder auf den spielplatz. ich mag diese entspannte „teneriffa-atmosphäre“.

so machten wir uns dann kurz darauf auf, in die fußgängerzone, und kauften eis für die kinder. wir saßen auf einer kleinen mauer am strand und ich genoß einfach das draußen sein, in der wärme sein. Die anderen zogen weiter, wir schauten in ein paar geschäfte rein, entdeckten eine schnecke zum reiten und gingen dann zum bus zurück.

als der kam machte reisemädchen sehr deutlich, dass sie noch am wasser bleiben wollte. neben der bushaltestelle war so etwas wie ein schotterstrand und eine slipanlagee (eine stelle wo man einen hänger mit boot drauf ins wasser schieben kann auf einer betonieretn schräge und wenn das boot dann vom wasser getragen wird, zieht man den anhänger wieder heraus) und es gab einen runden betonkreis etwas erhöht an diesem strand.

ich fand die idee noch länger zu bleiben auch gut, schaute ob später noch busse fahren würden und da das der fall war, blieben wir noch, saßen auf dem runden ding und es ergab sich was ich so am reisen liebe, spontane begegnungen und gespräche.

reisemädchen spielte etwas in der gegend, dann kam ein mann mit seinem sohn und die kinder beäugten sich etwas und wir erwachsenen begannen uns zu unterhalten. er kam aus polen, lebte aber inzwischen auf teneriffa und arbeitete dort. er hatte gerade tage mit seinem sohn dessen mutter auch dort irgendwo lebt.

es war einfach nett und entspannt. während es dunkel wurde sprachen wir über teneriffa, die arbeit dort und möglichkeiten online zu arbeiten.

später gingen reisemädchen und ich dann zum bus und fuhren mit ihm gen hotel, da gab es sogar einen durchgehenden bus. das reisemädchen schlief im bus ein und da ich noch mit meinem rücken nach der op letztes jahr und der bandscheiben geschichte aufpassen wollte, fragte ich eine frau, ob sie mir reisemädchen aus dem bus tragen könne. das machte sie und draußen saß ich dann mit einem schlafenden reisemädchen. da wir noch ein stück zum hotel zu laufen hatten und ich dann auch noch feststellte, dass wir eine station zu früh ausgestiegen waren, musste ich reisemädchen wecken. das mache ich ungern wenn es abend und schlafenszeit ist, aber ich hatte keinen buggy oder ähnliches und so machten wir uns dann zu fuß noch auf den weg zum hotel. sie fand das wecken auch nicht toll und ich ärgerte mich etwas, dass ich nicht besser aufgepasst hatte und wir zu früh ausgestiegen waren. da es schon dunkel war, hatte ich es aus dem bus heraus nicht gesehen und beide haltestellen hießen gleich. so kam es dazu.

endlich wieder im hotel, gingen wir direkt ins bett. nun geht es im nächsten teil weiter mit dem workshop und wie es so ohne kinderbetreuung funktioniert hat…


infos zum busfahren auf teneriffa:
für das bussystem auf teneriffa gibt es eine art chipkarte, die man mit einem guthaben aufladen kann und dann auch noch ca. 30 % beim bezahlen spart. fährt man mehr als 20 kilometer mit dem bus spart man sogar 50 % des normalen fahrpreises. davon hatte ich gelesen bevor wir dorthin flogen, und auch, dass man mit den bussen sehr gut so ziemlich überall hinkommen würde. das hörte sich für mich total gut an. ich mag bus fahren, ich kann dabei mit reisemädchen zusammen aus dem fenster schauen und muss nicht selbst auf die straße und den verkehr achten. perfekt.
am flughafen stand direkt ein automat für die chipkarte. man kann sie dort kaufen, sie kostet 2 euro, und kann sie dann mit einem betrag zwischen 5,00 und 100,00 euro aufladen und mit dieser karte im bus bezahlen. ähnlich dem kontaktlosen bezahlen. in der ganzen woche habe ich nichts weiter aufgeladen als die 5 euro die ich direkt am flughafen aufgeladen habe. sie reichten für unsere kleinen busfahrten.

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